KATEGORIE / Karl-Goldschmidt-Preis

Nadine Hoff erhält Karl-Goldschmidt-Preis 2018

Nadine Hoff, Absolventin der FOM Hochschule, hat den mit 5000 Euro dotierten Karl-Goldschmidt-Preis 2018 erhalten. In einem Festakt an der FOM in Essen würdigte Prof. Dr. Hans Kollmeier, Jurymitglied des Vergabekommitees des Karl-Goldschmidt-Preises, in seiner Laudatio den konsequent verfolgten Weg der Preisträgerin und die herausragende Abschlussarbeit zur Optimierung einer Vakuumanlage, die unmittelbar im Unternehmen umgesetzt wurde. Der Preis wird alljährlich ausgelobt für hervorragende Abschlussarbeiten aus dem Bereich der Ingenieurwissenschaften, die die Absolventen und Absolventinnen auf dem sogenannten Dritten Bildungsweg erreicht haben.

„Ich bin sehr stolz und freue mich über die Auszeichnung“, sagte die Absolventin des Fachbereichs Maschinenbau (Kooperationsstudiengang mit der Hochschule Bochum) in ihrer Dankesrede. „Von Kind auf war es mein Wunsch, Ingenieurin zu werden.“ Seit sechs Jahren arbeitet Nadine Hoff jetzt bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann in Duisburg. Das Maschinenbaustudium hat ihr bei der beruflichen Weiterentwicklung sehr geholfen. „Nach meinem Studienabschluss bin ich als Fachgebietsleiterin in einen anderen Firmenbereich gewechselt. Hier trage ich mehr Verantwortung und ich verdiene mehr Geld“, so die 40-Jährige.

Mit Ausdauer und Selbstdisziplin hat sich die Duisburgerin auf ihrem Bildungsweg erfolgreich fortbewegt und auch in der „Männerdomäne Ingenieurwesen“ gut zurecht gefunden. „Mir macht das nichts aus, da ich seit Beginn meiner beruflichen Laufbahn stets in einer Männerdomäne tätig war“, betonte Hoff. Nach ihrer Ausbildung als Chemikantin bei der Bayer AG in Krefeld arbeitete Hoff unter anderem auch als Energieelektronikerin bei einem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn.

Die Verleihung des Preises war eingebettet in die Eröffnung des Wintersemesters der Ingenieurstudiengänge an der FOM. Rund 55 Fachkräfte und Angestellte aus technischen Berufen starteten in ihr berufsbegleitendes Studium und sind damit potenzielle Kandidaten, in Zukunft ebenfalls mit dem Karl-Goldschmidt-Preis ausgezeichnet zu werden
Preisträgerin Nadine Hoff bereut ihre Entscheidung zu studieren jedenfalls nicht: „Das Studium an der FOM ist sehr strukturiert und die Kombination aus praktischem und theoretischem Wissen bringt große Vorteile mit sich.“

Goldschmidt-Stiftung zeichnet Absolvent der Wilhelm Büchner Hochschule aus

Mit seiner Abschlussarbeit zum Allradsystem des Carrera Turbo überzeugte Stefan Hebling die Jury

Essen, Pfungstadt bei Darmstadt, 25.10.2017 – Stefan Hebling hat es geschafft – nach Realschulabschluss und kontinuierlicher Weiterbildung ist er nun Mechatronik-Ingenieur. Für seine Bildungskarriere wird der 43-Jährige heute im Rahmen der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Jubiläum der Wilhelm Büchner Hochschule mit dem Karl-Goldschmidt-Preis 2017 geehrt. Die mit 5 000 Euro dotierte Auszeichnung wird jährlich von der Essener Goldschmidt-Stiftung an junge Menschen verliehen, die sich ohne Abitur oder Fachhochschulreife für ein ingenieurwissenschaftliches Studium an einer deutschen Hochschule qualifizieren und dieses erfolgreich abschließen. Entscheidungskriterium ist die Qualität der Abschlussarbeit.

Herr Dr. Goldschmidt, Herr Peters, Herr Hebeling und Herr Dr. Wagner (von links)

Stefan Hebling verfasste seine Diplom-Arbeit neben dem Job im Rahmen seiner Tätigkeit im Bereich Getriebeentwicklung bei der Porsche AG. Unter dem Titel „Optimierung eines mechatronischen Allradsystems hinsichtlich Verlustleistung und Wärmeabfuhr“ entwickelte er das Allradsystem des Carrera Turbo für das Nachfolgemodell weiter. Ziel war es, den höheren Anforderungen im dynamischen Fahrbetrieb gerecht zu werden. Da Stefan Hebling bereits die Funktionsverantwortung für das Allradsystem innehatte, konnte er seine Erfahrung und Erkenntnisse in die Diplomarbeit einbringen. Dr. Stephan Goldschmidt, Vorstandsvorsitzender der Goldschmidt-Stiftung: „Herrn Heblings Arbeit überzeugte unsere Jury durch Originalität, Praxisbezug und Innovationspotenzial. Die Goldschmidt-Stiftung gratuliert zu dieser hervorragenden Leistung. Das außerordentliche Engagement von Herrn Hebling für seine berufliche Weiterbildung verdient höchste Anerkennung.“

Preisverleihung des Karl-Goldschmidt-Preises 2016 an Tobias Starz

Mit Recht kann der Dekan der Fakultät für Mechatronik und Elektrotechnik Herr Prof. Rainer Würslin stolz sein auf diese Schule“Jetzt möchte ich auch noch ein bisschen angebe“ sagte er scherzhaft in seinem Vortrag über seine Schule und verwies dabei auf das Hochschulen – Ranking der ZEIT, wo sie in den letzten Jahren immer auf Platz 1 – 3 eingeordnet wurde.

Modern, fortschrittlich und mit neuen interessanten Ideen kommt sie daher und zieht damit offensichtlich auch entsprechende Studenten an.

Es war eine sehr schöne, gut besuchte Veranstaltung. Die Aula war gefüllt mit Studenten und Professoren und auch die VVG war mit komplettem Stiftungsvorstand (alt), Geschäftsführung und Vertretern beider Tochtergesellschaften bestens vertreten.

Die Führung danach durch die Werkstätten und Labore, wo die Studenten des 6. Semesters in gemischten Gruppen an vielfältigen hochaktuellen Projekten arbeiteten, hat mir großen Spaß gemacht.

Zum Schluss waren wohl alle sehr zufrieden.

Absolvent der Hochschule Konstanz erhält 2. Karl-Goldschmidt-Preis

Florian Straußberger, Absolvent der Hochschule Konstanz – Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG), hat den mit 5000 Euro dotierten Karl-Goldschmidt-Preis 2016 erhalten. In einem Festakt im historischen Konstanzer Konzilgebäude bezeichnete Dr. Hans-Jürgen Mundinger, Vorsitzender der Geschäftsführung der Goldschmidt Thermit Group mit Sitz in Leipzig, den Absolventen der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik als „glänzendes Beispiel für die Qualität und Durchlässigkeit des deutschen Bildungssystems“. Straußberger arbeitet derzeit an seiner Doktorarbeit. Als Florian Straußberger nach seinem Realschulabschluss in Heilbronn die Berufsausbildung zum Mechatroniker begann, hätte er sich nicht vorstellen können, dass er 13 Jahre später an seiner Promotion arbeiten wird. Sein Bildungsweg war von Ausdauer und Selbstdisziplin geprägt. Dies honoriert nun die Goldschmidt-Stiftung mit ihrem Preis, der an den Begründer des Dualen Studiums in Deutschland, den Essener Unternehmer Karl-Goldschmidt, erinnert. „Die Auszeichnung bestärkt mich darin, dass der Weg für mich so der Richtige war“, sagte Florian Straußberger in seiner Dankesrede. Der Preis wird ausgelobt für hervorragende Abschlussarbeiten aus dem Bereich der Ingenieurwissenschaften, die die Absolventen auf dem sogenannten Dritten Bildungsweg erreicht haben. Florian Straußberger bearbeitete in seiner Masterarbeit die „Parameteridentifikation zur Positionsschätzung in elektromagnetischen Aktuatoren mittels diskretem Model-Referenz Ansatz“ – ein Thema, das in der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung weiter an Relevanz gewinnen wird.

Herr Dr. Goldschmidt überreicht Florian Straßburger den Preis. Im Hintergrund Herr Dr. Mundinger

Sein betreuender Professor Dr. Johannes Reuter hat Straußberger für den Karl-Goldschmidt-Preis empfohlen und betont: „Die Arbeit ist unter anderem auch wegen der experimentellen Aspekte, der Aufbereitung der Versuchsergebnisse und nicht zuletzt wegen der detaillierten Erörterung der Ergebnisse als sehr gut bewertet worden.“ Zur experimentellen Überprüfung seiner Erkenntnisse konzipierte Straußberger zum Beispiel selbstständig einen automatisierbaren Prüfstand. „Dabei kamen ihm seine praktischen Kenntnisse gepaart mit Sorgfalt und Ausdauer entgegen“, betont Prof. Reuter. Als Jugendlicher standen für Florian Straußberger seine praxisorientierten Veranlagungen noch weit stärker im Vordergrund. Trotz Gymnasialempfehlung hatte er sich für die Realschule entschieden. In der anschließenden Ausbildung zum Mechatroniker begeisterten ihn sowohl die elektronischen wie auch die mechanischen Aspekte für technische Themen. Während der Berufstätigkeit als Elektroniker in der Prozesssteuerung konnte er zwar seinen praktischen Erfahrungsschatz ausbauen, machte aber die Erfahrung, dass die Möglichkeiten, neues Wissen aufzubauen, stagnierten. Also entschloss er sich für eine zweijährige Vollzeit-Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker in der Fachrichtung Automatisierungstechnik und Mechatronik. „Mein Ziel war eigentlich, dann wieder in die Industrie zurückzukehren“, erinnert er sich. Doch während der Technikerausbildung wurde der „Wissensdurst weiter angeheizt“, so dass er sich für den dritten Bildungsweg entschied. Er begann das Bachelor-Studium Elektrotechnik und Informationstechnik an der HTWG Konstanz, darauf folgte das Masterstudium Elektrische Systeme. Die Begeisterung für wissenschaftliches Arbeiten ließ ihn nicht mehr los. Schon während des Studiums arbeitete er als studentische Hilfskraft im Institut für Systemdynamik, wo ihn Prof. Reuter bereits mit komplexen wissenschaftlichen Fragestellungen aus dem Bereich der Magnetaktuatoren betraute, woraus sich schließlich das Thema für die Masterarbeit ergab. Die Vielfältigkeit der Aufgabe und die wissenschaftliche Tiefe gepaart mit der praktischen Umsetzung hat ihn die Arbeit derart gestalten lassen, dass die Ergebnisse sowohl in wissenschaftlichen Kreisen als auch in der Industrie sehr guten Anklang finden. Dies spiegelt sich in diversen Publikationen auf namhaften Konferenzen und in einer engen Zusammenarbeit mit industriellen Projektpartnern wider. Die bearbeitete Thematik mit einer Vielzahl von ungelösten Problemstellungen ist so anspruchsvoll, dass sich Florian Straußberger nun im Rahmen einer Promotion weiterhin mit Fragestellungen zur sensorlosen Positionsschätzung befasst. „Ich habe festgestellt, dass die Kombination aus praktischem und theoretischem Wissen immense Vorteile mit sich bringt“, sagt Straußberger im Rückblick. Was ihm Hilfe und Antrieb war, seinen Bildungsweg zu gehen, war übrigens ein Zitat von Albert Einstein: „Das Leben ist wie Fahrradfahren. Um die Balance zu halten, musst Du in Bewegung bleiben.“

HTWG-Nachrichten: Erfolgreich auf dem dritten Bildungsweg

Florian Straußberger, Absolvent der HTWG, erhält den mit 5000 Euro dotierten Karl-Goldschmidt-Preis. Die Essener Goldschmidt-Stiftung zeichnet damit hervorragende ingenieurwissenschaftliche Abschlussarbeiten von Absolventen ohne Abitur oder Fachhochschulreife aus. Straußberger arbeitet derzeit an seiner Doktorarbeit.

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