Am 8. November wurde Tabea Mußfeldt an der Wilhelm-Büchner-Hochschule in Pfungstadt mit dem Karl-Goldschmidt-Preis ausgezeichnet und erhielt das ausgelobte Preisgeld i. H. v. 5.000 €. Frau Mußfeldt wurde für ihre an der Büchner-Hochschule abgeschlossene Bachelorarbeit mit dem Titel „Evaluierung des Mischverhaltens von Mehrphasensystemen unter Berücksichtigung verschiedener Reaktorengeometrien“ geehrt. Die Laudatio hielt Dr. Martin Edeling, Mitglied im Vorstand und in der Jury der Goldschmidt-Stiftung.

Seine Laudatio begann Dr. Edeling zunächst mit einem Rückblick auf die Geschichte der Familie Goldschmidt, besonders an den Namensgeber des Preises, Karl Goldschmidt und dessen Bruder Hans. Anschließend knüpfte er eine überraschende Verbindung zur preisgekrönten Arbeit, die einen Baustein in der Herstellung von synthetischen Kraftsoffen darstellt, die aktuell unter dem Stichwort Power-to-Liquid in aller Munde ist. Schließlich war das Thema „Kohleverflüssigung“, also die Öl-unabhängige Herstellung von Benzin oder Diesel, ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der Th. Goldschmidt AG. Das von Frau Mußfeldt untersuchte Reaktionsverfahren des Argon/1-Octen/Wasser-Stoffsystems machte Dr. Edeling auf anschauliche Weise für alle Anwesenden verständlich.

Dr. Martin Edeling bei der Laudatio.
Dr. Martin Edeling bei der Laudatio.

In 2019 wurde bereits zum zweiten Mal eine Abschlussarbeit der Wilhelm-Büchner-Hochschule ausgezeichnet. In 2017 erhielt Stefan Hebling den Preis, der auch bei der Auszeichnung von Frau Mußfeldt anwesend war. Er hatte seine „Nachfolgerin“ auf den Karl-Goldschmidt-Preis aufmerksam gemacht.

Die Verleihungen des Karl-Goldschmidt-Preises entwickeln sich mehr und mehr zu einem Netzwerktreffen: Mit Stefan Hebling und Thomas Veltkamp waren zwei ehemalige Preisträger anwesend. Dazu kamen zwei Stipendiatinnen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Goldschmidt-Thermit und der PMG sowie eine Reihe von Vertretern der Goldschmidtfamilie und der Stiftung. Abgerundet wurde der Tag, der mit einem Symposion zum Thema Nachhaltigkeit begann, mit einer Führung durch die Räume des aus nachwachsenden Rohstoffen erbauten Alnatura-Campus im nahegelegenen Darmstadt. Solveig Goldschmidt erklärte die Hintergründe des architektonisch interessanten Bauwerks und des Unternehmenskonzepts.